Es ist wohl so, dass ich lange nicht mehr so viele Werke in so kurzer Zeit vollendet bzw. auf den Weg gebracht habe, wie in diesem Monat und da spielt ein kleines Geheimnis eine Rolle,
welches mit einem ebenso kleinen, goldenen Buch zusammenhängt.
Ganz unabhängig davon, wie alt ich auch immer werden mag, stellt es sich wohl so dar, dass meine Lebenszeit niemals dafür ausreichen wird, all meine Vorhaben in die Realität umzusetzen. Dies ist ein sehr beruhigender Faktor, da ich mich so von meinen Ideen und Vorhaben nicht gehetzt fühle und dadurch für die Projekte, für welche ich mich entscheide, die nötige Ruhe und Energie habe.
Da sind so viele Impulse, welche mich täglich auf den verschiedensten Kanälen erreichen, was sowohl privat, wie natürlich auch geschäftlich gilt und so mache ich mir ständig Notizen, dazu nutze ich nur allzu gerne den Pappdeckel meiner Blättchen, auf dem natürlich nur wenig Raum ist, der aber meistens für ein paar wichtige Stichwörter reicht.
Diese kleinen Brücken zu den dahinterstehenden Ideen nutze ich dann immer, wenn ich ein wenig Luft habe und notiere sie mir dann im angesprochenen Büchlein, von dem es natürlich mehrere gibt und schon unzählige gab.
Habe ich nun eine Idee, wie die zu Das Nordkind und das gestohlene Paradies und meine noch andere Ideen mit einbinden zu wollen, brauche ich nur kurz blättern und kann mir dann in Ruhe Bildideen und ähnliches wieder in den Vordergrund holen.
So ist eigentlich fast jede meiner Ausstellungen eine Art Retrospektive meiner Ideen und bietet somit auch immer eine angemessene Vielfalt. Genauso stellt es sich auch im Moment wieder dar. Diese hohe Produktionsdichte rührt aber auch daher, dass ich im Moment, bis auf ein Werk, an welchem ich in Etappen seit 2009 gearbeitet habe, nur relativ kleinformatig arbeite und die größten Werke, welche bislang entstanden sind, das Format 60 cm x 80 cm haben.
Texte und andere Materialien
Diese Werke werden im Herbst dann im Flur der Traumruine in Leverkusen zu sehen sein und ich werde wohl an der Stelle auch noch ein wenig weiterarbeiten, da mir diese Formate im Moment sehr entgegenkommen.
Schon bei diesen kleineren Formaten werden Texte mit eingebaut und ein Schwerpunkt sind Erinnerungssplitter. Dies bedeutet, dass auch wieder einiges an Material mit verarbeitet wird, wozu bislang unter anderem Glas und Zellstoff zählen.
Danach werde ich mich dann an die etwas größeren Format machen, welche im Rahmen der angesprochenen Ausstellung im KunsTraum zu sehen sein werden und ich mich teilweise wieder auf Techniken berufen werden, mit denen ich länger nicht mehr gearbeitet habe.
Es ist ein wesentlich entspannenderes Arbeiten, als noch im letzten Jahr, was sich aber auch damit erklärt, dass die Pause bei Der BALLacker größer ist, da in diesem Sommer kein dafür relevantes Turnier ansteht und außerdem standen im letzten Sommer auch noch die Abschlussarbeiten an der GRAUZONE an.
Dies bedeutet, wie diese Zeilen schon erahnen lassen, dass es auch wesentlich mehr Werke geben wird, als in der letztjährigen Werkschau. Womit sich wieder der Kreis zu den Büchleins schließt, denn natürlich bin ich auch immer wieder unendlich froh, wenn es die dortigen Ideen in die Realität schaffen.
Was die kommende Ausstellung angeht, werde ich es, wie in den letzten Jahren auch schon, wieder so handhaben, dass es Gästelisten für die verschiedenen Veranstaltungen geben wird und wer kommen mag, kann sich gerne jetzt schon hier melden und sich einen Platz sichern.
Ansonsten kann man den KunsTraum, wie natürlich auch das Atelier, auch den ganzen Sommer über nach Terminvereinbarung gerne besuchen, da es hier immer viel Kunst zu sehen gibt und sich ein Besuch so immer lohnt und mit ein bisschen Glück, sieht man auch schon etwas von der kommenden Ausstellung.












