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Das liebe Geld


Diese Bild von Thorsten Hülsberg zeigt einen Paragraphen aus Euroscheinen.

Auch ohne Bundesliga gibt es an diesem Montag natürlich Neues vom Fußball. Vorm eigentlichen Thema, muss noch kurz nach Mönchengladbach geblickt werden, wobei es natürlich ebenso zur Überschrift passen könnte, was man nicht hoffen mag, die Zukunft wird es zeigen. Am vergangenen Donnerstag zeichnete sich bei Borussia Mönchengladbach schon das Ende von Sportdirektor Max Eberl ab. Am Freitag gab es bei den Fohlen dann den Paukenschlag, Eberl verlässt den Verein. Wurde am Niederrhein zuvor über einen Vereinswechsel spekuliert, sollte dies am Freitagnachmittag mit der Pressekonferenz (PK) von Eberl eigentlich vom Tisch sein. Ohne ihm etwas unterstellen zu wollen, bleibt ein Problem, welches er allerdings nicht zu verantworten hat. Eberl war auf der PK sichtlich angeschlagen und sagte, dass er aus Rücksicht auf seine Gesundheit aufhören müsste. Ein absolut und zu 100 Prozent nachvollziehbarer Grund, den man daher komplett akzeptieren sollte. Problem, gerade in der Politik, wie aber auch schon häufiger im Sport, scheiden Menschen immer wieder aus gesundheitlichen Gründen aus, meistens wenn es größere Probleme gibt, gerne auch wenn Rücktritte im Raum stehen, damit sie nach kurzer Zeit, offensichtlich wieder topfit, in einer anderen Position auftauchen und man denken könnte, es sei nie etwas gewesen. Dieses Verhalten schadet natürlich all denen, die ein ernsthaftes gesundheitliches Problem haben oder diesem vorbeugen wollen und deshalb Posten räumen. Auch Gladbach steckt in der Krise, um es vorsichtig auszudrücken und da hat selbstverständlich auch der Sportdirektor seinen Anteil dran. Eine solche Belastung kann natürlich schnell an die Substanz gehen und ein guter Grund dafür sein, warum man aufgibt, gar keine Frage. Daher wäre es schön, wenn er sich wirklich ausgiebig erholt, seinen privaten Zielen folgt aber bittet nicht demnächst wieder irgendwo zeitnah, bei einem anderen Verein eine wichtige Position übernimmt. Es sind diese Schritte, wie gesagt, die Eberl nicht zu unterstellen sind, die in der Vergangenheit allerdings dafür gesorgt haben, dass Menschen, vor allem Fans, zum Teil ihre Probleme mit solchen Abgängen haben. Wie gesagt, die Zukunft wird es auch in diesem Fall zeigen und die Gegenwart verlangt, ihm allergrößten Respekt zu zollen und ihm alles Gute zu wünschen. Nun aber zum eigentlichen Thema.

Ein grundsätzliches Problem

Während sehr viele Menschen in Deutschland seit fast zwei Jahren unter der verfehlten Coronapolitik leiden, gibt es immer auch Bereiche, welche nicht so massiv betroffen sind oder sein wollen. Nun läuft auch die Bundesliga seit geraumer Zeit schon wieder weitestgehend im Geisterspielmodus, was natürlich ein großes Problem ist, gerade da man spätestens seit der Euro 2020, die im letzten Jahr ausgetragen wurde, Studien hat, die belegen, dass bei Fußballspielen, wie im letzten Sommer in London, nichts passieren kann. Auch in Budapest gab es kein Problem, obwohl man dies im Vorfeld, wohl aus politischen Gründen, in den Mainstreammedien suggeriert hatte. Es gibt Bereiche, wo es ganz ähnlich aussieht und es ebenfalls faktische Berufsverbote im großen Stil gibt. Nun verändert sich die Politik aber auch danach, wie gerade die parteipolitischen Interessen aussehen. Bestes Beispiel dafür ist der Ministerpräsident von Bayern. Markus Söder (CSU), damals noch mit Plänen die Macht in ganz Deutschland zu ergreifen, war ein wahrer Verbotsmeister und wurde dabei auch oft genug von Gerichten gestoppt. Dies sind dann allerdings in der Regel Einzelfälle. Nun hat sich das Thema noch mehr Macht für ihn bekanntermaßen erledigt und nun sieht seine Politik ganz anders aus. Dies alles hat natürlich angeblich nur mit den Entwicklungen bei SAS-CoV-2 zu tun. Wer sowas verbreitet, darf sich nicht wundern, wenn diese Parteien und ihre Protagonisten niemand mehr ernst nimmt. Plötzlich will ausgerechnet Söder (CSU) Fans in den Stadien haben, von 10.000 ist die Rede, was man wohl am Wochenende schon erleben wird. In Nordrhein-Westfalen ist längst schon wieder Wahlkampf und Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) möchte im Mai vom Volk gewählt werden. Jetzt steht er auf der Bremse und bleibt bei 750 Zuschauern. Nun wollen Vereine klagen und da könnte ein weiteres Problem aufkommen, was natürlich auch kein neues ist aber am Beispiel Corona noch einmal sehr schön deutlich wird. Bekommen Big Player, eben auch in der Bundesliga, ein Problem mit der schädlichen Coronapolitik, verfügen sie über ausreichend finanzielle Mittel und erlangen so genug juristische Schlagkraft, welche anderen eben fehlt. So entsteht ein Teil der großen Ungerechtigkeit, welche mit COVID-19 bekanntermaßen forciert wird. Eine Lösung könnte natürlich DFB und DFL schaffen, in dem nur noch Mindeststandards für alle gelten. Würde sich ein Verein Vorteile einklagen, würde dies nichts bringen, außer sie würden für alle gelten. Ab dem kommenden Wochenende wird man dann sehen, wie dieser Teil des Wahnsinns weitergeht und dies schon in der zweiten Saison, die, neben den allgemein bekannten Problemen, durch Corona noch mehr verzerrt wird.


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