Ich bin Grieche!

Die Überschrift ist natürlich angelehnt an Je suis Charlie, womit die Menschen nachdem Attentat auf die Redaktion von Charly Hebdo in Paris ihre Solidarität mit den Opfern ausdrückten.
Genau diese Solidarität muss nun dem griechischen Volk entgegengebracht werden, denn es droht durch die Massenausbeuter und Antidemokraten, welche meinen sie seien Europa, gerade in eine humanitäre Katastrophe geschickt zu werden, was schlichtweg nicht hinnehmbar ist.
Die gerade angesprochenen Machthaber und ihre systemtreuen Medien bauen ein Bild der griechischen Bevölkerung auf, welches einfach mit der Realität rein gar nichts zu tun hat. Es waren nicht die durchschnittlichen Griechen, welche all die Milliarden verschoben haben, längst weiß man doch, welche Summen direkt zurück nach Deutschland und Frankreich geflossen sind, damit dort die Banken gesichert werden konnten.
Von diesem Teil des Systems erfährt man auch wenig bis gar nichts darüber, wer federführend daran mitgewirkt hatte, dass Griechenland den Euro bekam. Anstatt sich mit solch wirklich relevanten Themen zu beschäftigen, spaltet man lieber und lobt zum Beispiel Lettland im Kontext der Eurokrise. Ein völlig sinnfreier Vergleich, wenn man sich überlegt, wie lange die Griechen diese Zwangswährung schon haben und wie frisch sie noch in Lettland ist.
Genau diese große Sinnfreiheit überschattet allerdings in diesen Tagen leider weite Teile der Berichterstattung, welche oft genug mit Journalismus kaum noch etwas zu tun hat. Dem muss man, wenn man für ein Europa der Menschen ist, ganz deutlich etwas entgegensetzen und am besten nicht noch eine weitere Onlinepetition, worüber die Empfänger mittlerweile wahrscheinlich nur noch schmunzeln, da man so Widerstand natürlich bestens kanalisieren und verhallen lassen kann.
Jeder kann Zeichen setzen. Hilfe für Griechenland ins Leben rufen. Demonstrationen gegen dieses ablehnungswürdige System organisieren. Sich überlegen, welche Nachrichten man konsumiert und welche man zukünftig einfach ignoriert. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, es wird nur Zeit, dass sich endlich wirklich etwas bewegt und zwar für Griechenland und damit auch für Europa, denn das OXI der Griechen hat gezeigt, dass es andere Wege gibt.
Man wird nun an den Helenen ein Exempel statuieren, um Nachahmungseffekte einzubinden und um den Menschen Angst zu machen. Wenn die Menschen in Europa allerdings zusammenhalten, wird der angesprochene Personenkreis gar keine Chance haben.
Auch in Deutschland ist der Kampf gegen Bürgerrechte, Freiheit und Demokratie längst im vollen Gang und so entscheidet sich in diesen Tagen, auf was für ein Europa wir alle hinsteuern. Es wird Zeit, dass das Ruder herumgerissen wird, bevor der Personenkreis, welcher das Schiff Europa gekapert hat, es auch noch vor die nächste Klippe setzt und wir alle untergehen.

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