Remixe ganz ohne Musik

Remixe und diese ganz ohne Musik, da werden sich nun manche Leser fragen, wie dies funktionieren soll und ich werde es gerne beantworten.
Auch in der Bildenden Kunst geht es um Komposition und die Töne sind hier die Farben.
Wenn ich also ein Stück Bildender Kunst komponiere, also auf die Leinwand oder einen anderen Malgrund bringen, kann ich es doch auch genauso, wie eben auch ein Musikstück, remixen und so anders oder auch ganz neu interpretieren.
Seitdem vergangenen Wochenende arbeite ich, wie bei Mein WOHNblog zu sehen, an

Das Original

einer Werkreihe, welche am Ende 100 Arbeiten im Format DIN A 4 umfassen soll und es ist nicht meine erste Werkreihe in dieser Größenordnung.
Ähnlich groß war damals meine Reihe auf DIN A 4 im Rahmen der fruit prints aus 2003 und die letzte Reihe mit 100 Werken im Format DIN A 4 beschäftigte sich mit dem Thema Engel.
Irgendwann kam ich auf die Idee, auszuprobieren, wie man so etwas digital umgestalten oder eben remixen könnte.
Da die Tests auf Anhieb erfolgreich verliefen, entstanden so meine ersten beiden Remix-Reihen.
Die Arbeitsabläufe wirken, wie so vieles, wenn man digital arbeitet, relativ banal und einfach, sind sie aber am Ende des Tages meistens ganz und gar nicht.
Der erste Schritt ist es natürlich die Originale zu digitalisieren, was gerade bei Arbeiten im Format DIN A 4 tatsächlich sehr einfach ist, kann man diese doch problemlos einscannen.
Hat man die gewünschten Werke erst einmal auf dem Rechner, beginnt mit dem zweiten Schritt auch gleich die eigentliche Arbeit und man veränderte zum Beispiel die Farbwerte so lange, bis die gewünschte, neue Interpretation, der Remix in die richtige Richtung läuft.

Ein Zwischenschritt

Nun kann es je nach Original sein, dass so schon nach den ersten zwei Schritten die endgültigen Werke entstehen, wie es bei StaR (Sketching the angels Remix) der Fall war.
Es kann aber auch sein, dass es dann noch mit weiteren Schritten vorangeht, wie bei den f p R M X (fruit prints Remix) und man Teile aus dem so geremixten Material schneidet und diese durch Spiegelung und späteres zusammensetzen oder auch durch das Verändern der Proportionen, auch strukturell verändert.
Am Ende sind hier keinerlei Grenzen, wie es in der Kunst allgemein meistens der Fall ist, an die man sich halten müsste und die Möglichkeiten schlichtweg unendlich.
Hier ergibt sich dann auch wieder eine klare Parallele zu den Remixen aus dem Bereich der Musik, die gerade Kinder der 1970er Jahre, wo auch ich mich zuzähle, welche die 1980er voll genießen konnten, bestens kennen.
Es gibt Remixe, die sind so nah am Original, dass man kaum einen Unterschied feststellt

Der Remix

aber es gibt auch die anderen, welche in der Spitze soweit vom ursprünglichen Track entfernt sind, dass sie eigentlich schon etwas komplett Eigenes darstellen.
Ich habe nun mit ersten, kleinen Tests im Bereich Remixe für die am Anfang erwähnte aktuelle Werkreihe begonnen.
Da diese noch keinen Titel hat, ich auch nach 20 Arbeiten noch nicht ganz genau sagen kann, wo es hingehen wird, gibt es verständlicherweise auch noch keinen Titel für die geremixten Tests.
Zwei Sachen kann ich allerdings schon mit Bestimmtheit sagen.
Auf der einen Seite, dass ich auch dieses Wochenende wieder fleißig den Pinsel schwingen werde und auf der anderen Seite, dass ich in den kommenden Tagen ebenso fleißig weiter remixen werde.
Außerdem habe ich beschlossen, einen Teil dieser Remixe, wenn sie dann künstlerisch und konzeptionell fertig sind, im Rahmen der 43 anzubieten, somit entstehen gerade auch wirkliche Kunstschnäppchen.

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